Der Mann der wenigen Worte

Matt S. Bakausky
Matt S. Bakausky

Die Männer in meiner Familie haben nie viel geredet.
Sie würden schweigen, wenn sie hören, dass ich Schriftsteller sein möchte.
Der Mund bleibt verschlossen, außer man hat etwas zu sagen.
Etwas kann tief böser Humor sein oder nur etwas tief böses.

Ich wurde von meiner Mutter großgezogen, habe die ersten Jahre jedoch eher geschwiegen. Dann kam eine Phase des viel zu viel Redens.

Und jetzt übe ich mich als stiller Beobachter. Sage lieber nichts mehr, als etwas tief böses. Ein Poker Face, ein Kopfschütteln, ein leises "Nein" müssen reichen.

Tagebuch