Mamorierte Fliesen. Mattsilberne Quader mit bullaugenförmigen Öffnungen. Drei Männer betreten den kalten Raum, kaufen sich Bier am Automaten. Sagen „Servus“. Eine braune Garderobe an der eine Jeans hängt. An der weißen Wand ein Bild. See mit Bäumen und Wasserfällen. Ein leichtes Surren ist zu hören. Draußen durch die Glasscheiben sind vorbeifahrende Autos zu erblicken. Ein Schild weist auf die Spielwarenmesse hin. Eine junge Frau in blauer Jogginghose mit drei weißen Streifen und armeegrüner Jacke überquert die Straße. Wer sie wohl ist, wo sie an diesem Sonntag wohl hin will? Fleißig verrichten die Maschinen ihre Arbeit. Sie interessieren sich nicht für die Frau die mit Handy in der Hand am Schaufenster vorbei geht. Sie verrichten ihre Arbeit ohne wahrzunehmen, dass die Frau hübsch ist. So beschäftigt sind sie. Keine Zeit die friedliche Atmosphäre zu spüren. Abgeschieden von der Welt ist dieser Ort eine Oase der Ruhe. Sie könnten Geschichten erzählen über andere Zeiten. Wenn man gut zuhört und ihre stillen Stimmchen wahrnimmt, hört man sie ihre Lieder singen. Sie singen über mich. Sie singen über den Mann im Plastikstuhl. Sie singen über meine Wäsche. Intime Momente meines Lebens kennen sie. Ein alter Mann betritt den Raum. Die Lieder verstummen. Er ist der Meister des Waschsalons. Er nickt mir zu, ich grüße ihn. Er stellt eine blaue Plastikwanne vor die zwei jetzt noch schneller arbeitenden Maschinen und verlässt den Raum wieder. Es macht klick und die Arbeit ist getan. Kein Surren mehr, keine Lieder. Nur das Geräusch der vorbeifahrenden Autos. Ich bin glücklich.