Vorgetragen in der Bakausky Show #1

Er trinkt das billigste Bier. In einer Kneipe. Eine Kneipe die schon längst nicht mehr existieren sollte. Es ist die geheimste Kneipe der Welt. Das Bier schmeckt nicht wirklich angenehm ist jedoch gut gekühlt.

Da betritt eine Fremde den Raum. Sie setzt sich zu ihm an die Bar auf einen freien Hocker.
"Ich wusste gar nicht, dass Bars noch geöffnet sein dürfen", sagt sie laut. Dann hustet sie leise in ihre Armbeuge.
"Das hier ist eine geheime Bar. Eine illegale Bar" erklärt er der Frau. "Sind Sie auch infiziert?" fragt sie eher uninteressiert.
"Nein, ich bin geheilt und jetzt immun." antwortet der Trinker. Das ist der Anfang eines guten Gesprächs, denkt er sich und klatscht gedanklich in die Hände.
"Darf ich Ihnen einen Drink spendieren?" fragt er mit einem als charmant gedachten Lächeln.
"Das wäre nett, ich besitze kein Bargeld mehr" sagt die Unbekannte.
"Irgendwelche Geschlechtskrankheiten? Ich hoffe Sie stört nicht mein Indiskretion." erkundigt sich der Herr.
Die Frau prustet laut und antwortet "Nein, so sehr bin ich auch nicht infiziert."
"Hubert" sagt der Mann.
"Helene" antwortet die Frau.
"Was trinken Sie?" -
"Ein Bier." -
"Ich liebe Frauen die Bier trinken" antwortet der Mann und wendet sich dann dem Barkeeper zu.
"Jimmy, gib mal n Bier an die Lady". Jimmy schaut mit seinem einen funktionieren Auge auf die beiden. Sein Glasauge schaut irgendwo in eine Ecke. Dann betätigt er den Zapfhahn.
"Gibt es eigentlich noch andere Geheimtipps in diesen schwierigen Zeiten?" fragt die Frau.
"Ich habe noch Klopapier in meiner Wohnung" antwortet Hubert. "Würden Sie mir davon etwas anbieten?" -
"Ich dachte Sie würden nie fragen!"

Und so entschieden die Beiden sich dazu nach dem Drink in die Wohnung von Hubert zu gehen und ein Geschäft abzuschließen.
Jimmy hingegen wird am nächsten Tag von einem Laster überfahren.
Das kann passieren, wenn man nur ein Auge hat und dieses nutzt um in die falsche Richtung zu schauen, weil gerade ein Eichhörnchen vorbei läuft.

"Kann ich mal das Klopapier sehen jetzt?" fragt Helene als die beiden schon eine ganze Viertelstunde in der Wohnung von Hubert verbracht hatten.
"Ja, na gut. Hier.. Moment!" Hubert geht an seinen Tresor, welcher sich hinter einem Plagiat der Mona Lisa befindet. Er holt drei verschiedene Rollen hervor und legt sie auf den Tisch. "Also, das hier ist sehr gutes dreilagiges Papier." - Gierig schaut Helene das Toilettenpapier an. "Wieviel?" fragt sie mit hast. "Moment.. ich hingegen würde jenes empfehlen und er zeigt auf die mittlere Rolle. Dieses ist vierlagiges Klopapier.
Natürlich ist das etwas teurer, aber es lohnt sich wirklich!" - "Geil" sagt Helene voller Euphorie.
"Und was ist das?" fragt sie.
"Das hier ist ein ganz besonderes Exemplar. Die wenigsten haben davon überhaupt schon mal gehört. Es ist sechslagiges Klopapier aus den Marokko."
"Ok, nehmen Sie Cryptocoins? Ich nehme dieses Papier auf jeden Fall." - "Moment. Ich gebe Ihnen zunächst ein Blättchen gratis. Sie können dann sich noch überlegen ob sie es kaufen wollen. Der Preis ist nicht billig. Eine Rolle von diesem sechslagigen Klopapier kostet und jetzt denken Sie nicht, dass ich sie ausnehmen möchte, aber es handelt sich ja um eine besondere Situation in der wir uns befinden. Diese Rolle kostet also 8000 Euro." -
"Achttausend? Ja öh, das kann ich mir nicht leisten. Wieviel kostet das dreilagige?" -
"Das ist verhältnismäßig günstiger... 3000 Euro" -
"Immer noch zu teuer!" -
"Na gut, dann kommen wir nicht ins Geschäft. Oder Moment, ich habe da noch etwas!" -
"Was denn?" -
"Das hier" er geht zum Tresor und holt eine sehr dünne Rolle hervor. "Das hier ist einlagiges Klopapier. Die Rolle ist auch schon zur Hälfte aufgebraucht. Ich würde Sie Ihnen für 500 Euro anbieten".
"Gekauft!" …

Und so kam es dazu, dass zwei Menschen zusammen ein Geschäft machten.